ara-Brevet / 300

Die dominierenden Farben heute: strahlendes Weiß und leuchtendes Gelb

Nachdem der 1.ara-Brevet vor 2 Wochen von mir „verpasst“ wurde, startete ich ( zweiter von links ) motiviert und hoffnungsvoll am Samstag zu 300 Kilometer ab Kiel.

der dirk on tour:

Nach einer kurzen Woche von Frühfrühling, kam Freitagnacht der Spätwinter nochmal zurück – verstärkt im nördlichen Landesteil von Schleswig-Holstein.

Start gegen 8Uhr, gewartet wurde noch auf 2 weitere Mitfahrer. So sind wir dann zu neunt, es gab mehr als 30 Voranmeldungen, zur heutigen 300km Prüfung aufgebrochen. Genau das ist nämlich ein Brevet = eine Prüfung von körperlicher Fitness und mentaler Stärke, Durchhaltevermögen und Willensstärke eines Langstreckenfahrers. Und natürlich müssen auch das Bike und das Equipment funktionieren.

Wie gesagt, es war nochmal Winter geworden, mit Schneefall, einstelligen Minusgraden und einem sehr eisigen böigen Nord-Ostwind.

Motiviert, gut eingepackt und zuversichtlich waren wir unterwegs. Einige wenige mit Rennrädern, die meisten mit Crossrädern und sogar ein Tourenrad, mit entsprechender Bereifung und Beleuchtung.

So sieht ein Winterrennrad nach 85km aus

Die heutige Runde ging über Rendsburg, Friedrichstadt, dann Richtung Flensburg und über Schleswig, Eckernförde zurück nach Kiel. 305,6 Kilometer in max. 20Stunden.

Die Straßenverhältnisse waren bis zur ersten Kontrolle (km72) in Breiholz am NOK ganz passabel. Einige Nebenwege waren schneeverweht, aber befahrbar. Trotz Rückenwind, gelegentlich Seitenwind, kamen wir jedoch nur „langsam“ voran und die Temperatur zerrte wie der Wind ordentlich an den Kräften. Wobei streckenweise schien auch die Sonne vom blauen Himmel, =perfekt für Ski und Schlitten. Wenig Autoverkehr. 

WinterWonderLand – Mitten im März
plötzlich wechselnde Straßen- und Sichtverhätnisse

Die Passage nach Friedrichstadt war mit starkem Seitenwind und schneeglatten, teils vereisten Straßen und Wegen sehr schwierig zu meisten. Eine gute Radbeherrschung war hier und heute von Vorteil. Die Schräglage der Räder nahm bedenklich zu. Die Tachoanzeige sank gelegentlich auf Schrittgeschwindigkeit, und zwar genau aus diesem Grunde. 2 Autos lagen links neben der Straße – vom Winde verweht.

In Friedrichstadt angekommen, hatte ich für die 117 Kilometer nicht ganz 5 ½  Stunden gebraucht. Bedenklicher Fahrdurchschnitt für die weitere Strecke. Nach und nach fühlte sich die Tankstelle mit meinen Mitstreitern. Hier wärmten und stärkten wir uns erst mal. Gemeinsam kamen wir zur Überzeugung, bis hierhin war es für die bisherigen  Verhältnisse vertretbar gewesen gefahren zu sein. Eine Weiterfahrt gen Nordosten mit einem kleiner werdenden Zeitfenster der Kontrollstellen und einer unausweichlichen Fahrt durch die Nacht – zu risikoreich, nicht kalkulierbar und daher nicht zu empfehlen.

So fuhren wir ab hier zu siebent mit dem Zug über Husum zurück nach Kiel. Einer machte sich mit dem Rad auf den Heimweg nach Gettorf.
Prüfung (heute) zwar nicht bestanden, ein ereignisreiches und intensives  Fahrerlebnis war es dann doch – mit einem guten/gesunden Ende für alle Gestarteten.

mit sportlichen Grüßen

                                                                                                           der dirk

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