Pic150ist ja meteorologisch der 21 Juni, für Andrea Glatthor und Dirk Ehling war es der „24-Stunden Radmarathon" von Nortorf am 25.Juni/26.Juni. Wie viel Kilometer/ Runden a' 28km schafft man als Einzelstarter in 24 Stunden?

 


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Mit Sonne im Gesicht ging es mit 53 weiteren Solisten, 2er und 4er Teamfahrer auf die erste Runde. Natürlich versuchte ein jeder kräftesparend im Windschatten zu fahren. Durch zu unterschiedliche Leistungsniveaus, unruhige Fahrweise und einen kurzen Anstieg auf Hälfte der Strecke zerfielen die Gruppen aber regelmäßig.

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Bei Andrea lief es anfangs planmäßig, bis auf einen Schlauchwechsel in Runde 3, richtig gut. Ihre Taktik möglichst viel Gruppenfahren funktionierte bis zur anbrechenden Nacht.

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Ähnlich war es beim Dirk. Er verlor aber schon in Runde 4 den Anschluss an die Spitzengruppe. Gegen 17 Uhr fing es abschnittsweise an feucht und kühler zu werden. Zur Nacht hin machte Andrea um 20 Uhr und Dirk gegen 21.30 Uhr einen größeren Depotstop – Nachtzeug, Beleuchtung und was Warmes essen war nötig. So gut gerüstet fuhren die beiden frisch gestärkt in die Nacht. Es gab nur kurze Kontaktmomente zwischen Dirk und Andrea während der Tour sowohl bei den wenigen Depotsstops als auch auf dem Rad. Leider war von einer lauen Sommernacht nichts zu spüren. Viele Einzelfahrer entschieden sich für eine mehr oder weniger lange Schlafpause und die Teamfahrer jagten wie in der ersten Runde über den Rundkurs. Keine Chance für eine Gruppenfahrt.

Einzelstarter = Einzelkämpfer.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit und damit die Rundenzeiten sank bei beiden Kattenbergern und damit eingehend die Motivation ebenfalls. Gegen 2:00 Uhr wurde aus dem Nieselregen ein feiner Dauerregen. Dieser sorgte nicht nur für Frische auf der Haut, sondern auch für erhöhte Konzentration auf der teils holprigen, Schlagloch und Kopfsteinpflaster haftiger Strecke. Die Zielsetzung von Andrea: 600km zu fahren, schien nicht mehr erreichbar zu sein – aber deswegen aufhören!? – Nein! Dann fahr ich eben „nur" 20 Runden, aber ich fahre. Der Dirk dachte komischerweise ähnlich, oder denkt/fühlt man in solcher Situation automatisch das gleiche? Beide hofften auf den anbrechenden Tag und die Morgensonne. Es blieb aber trüb und kühl und zumindest auch trocken. Andrea entschied sich, ihre Führung durch eine 19. Runde nicht mehr nehmen zu lassen. Kurz gefrühstückt hatte der Dirk, und stand auch mental gestärkt Punkt 7:00 Uhr wieder am Startscanner. 3 Stunden bis Zielschluss, beim 30er Schnitt wären das noch 3 Runden plus etwas Puffer – es durfte nur nichts dazwischen kommen. Auch diese letzten 3 Runden fuhr er komplett alleine. Es waren auch kaum noch Fahrer unterwegs. Als letzter gewerteter Fahrer erreichte er dann das Ziel mit einer Schlusszeit von 9:57 Uhr.

 

Ergebnis:
19Runden = 532km 1.Platz für Andrea
24Runden = 672Km 2.Platz für Dirk

Fazit:
24 Stunden Radfahren ohne Schlaf ist grenzwertig, aber machbar! Man lernt sich, seinen Körper und seine Grenzen kennen und diese Erfahrungen sind es wert gemacht zu werden.

Dirk. Der Dirk.

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