Saisonabschluss Zeitfahren HH – Berlin
Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 09:14 Uhr
Alle Jahre wieder veranstaltet der Audax Club S-H dieses Radsportevent zum Abschluß der Saison. Was vor Jahren als Idee einer internen Vereinsausfahrt angedacht war, hat sich als früherer Geheimtipp zum etablierten Jedermann-Zeitfahren entwickelt – mit bundesweiter Beteiligung.
Die beiden RSC- Kattenberger Thomas Grundt und Dirk Ehling starteten am 15.Oktober als 2er merkur-druck.com RaceTeam in die Bundeshauptstadt. Schon 2010 waren die beiden als Doppel unterwegs gewesen.

Startfei! zum letzten Rennen des Jahres.
Für Dirk war es insgesamt schon die 5 Teilnahme in Folge. Gestartet wurde in Hamburg-Altengamme um 7:45 Uhr. Damit wurde die Startzeit taktisch klug gewählt: der beginnende Tag und die aufgehende Sonne vertreiben nicht nur die Müdigkeit und wärmten die kalten Muskeln sondern erleichterten auch die Streckenorientierung und sorgten für ein schnelles Vorankommen – beides bei einem Zeitfahren nicht unwichtige Faktoren. Als Pluspunkt war diesmal Stev Peters von STEVSPORT.de als Supporter dabei. Auf der „Elbuferstraße" ging es meist in Sichtweite des Deichs erst mal Richtung Westen. Wettertechnisch vorausgesagt gab es den „Goldenen Oktober", kühl, aber trocken und weitestgehend sonnig. Bei Hitzacker gab es sogar richtige Anstiege, mit bis zu 13 Prozent steile Hügel. Weiter ging es auf kleinen Landstraßen bzw. Wirtschaftswegen bis nach Dömitz an der Elbe. Die Durchschnittsgeschwindigkeit pendelte sich bei 34 km/h ein. Nach der Elbüberquerung gab es bei Kilometer 90 auch die einzige Kontrollstelle während dieser Tour. Extrem kurz war hier der Stopp. Gerademal 10 Minuten mussten reichen um neuen Proviant & Flüssigtreibstoff aufzufüllen und für eine P...pause. Und schon ging es weiter. Standzeit = tote Zeit. Sonne schien zwar immer noch, dafür wurde der Wind aber aus Südwest stärker und das bedeutete wechselnder Seiten- bzw. Gegenwind. Zweckmäßig wurde dann auch in einer immer wieder veränderten Gruppenformation gen Berlin gefahren. Das saisongeplagte Rennmaterial hat genau wie die Kraftausdauer der beiden aber gehalten. Als größtes Handicap erwies sich jedoch wieder einmal die optimale Strecke zu finden. Ganz nach der Devise: „Viele Wege führen nach Rom" (hier Berlin). Nur welcher ist der schnellste? Im letzten Drittel der Strecke ging es Kilometerweise gerade aus durch alte Alleen. Zum Glück blieb es mit 13 Crad eher frisch, sonst hätte der Inhalt der beiden Trinkflaschen nicht gereicht. Ein zweiter Tankstopp war nicht eingeplant. Der Berliner Stadtrand mit dem dazugehörenden Straßenverkehr und Ampelregelung zwang zu einer geänderten Fahrweise, statt Höchstgeschwindigkeit – jetzt erhöhte Vorsicht und Konzentration.
So kamen Thomas und der Dirk auch sicher und gesund im Ziel, in Alt Gatow um 16:37 Uhr an. Hier wurden sie schon etwas ungeduldig aber noch planmäßig von Stev erwartet. Mit einer Gesamtfahrzeit von knapp unter 9 Stunden waren beide mehr als zufrieden. Immerhin wurde die vom Veranstalter angegebene Streckenlänge von 270 Kilometer um 12 Kilometer „überfahren". Bei einer optimierten Streckenwahl wäre wohl eine schnellere Zeit möglich gewesen.
Nach 282 Kilometer: Ein erfolgreiches & zufriedenes Trio am Ufer der Havel.
Für Dirk war dies auf jeden Fall ein würdiger Abschluß einer langen und erfolgreichen Radsportsaison 2011. Wobei!?, die allerletzte organisierte Tour fuhr er noch tags darauf, am Sonntag, in Berlin-Spandau. Lockere 112km „Jenseits der Havel" lockten ihn noch einmal auf den Rennradsattel und ins Berliner Umland. Und auch das ist schon fast Tradition.
Der Dirk.








