Start war 8Uhr, na ja 8:12 Uhr, und es ging mit weiteren 118 Marathonis auf die zum Vorjahr um 25km gekürzte Strecke. Mit dabei waren ca.10 (gesehene) Sportler aus Hamburg und Schleswig-Holstein – unter anderem auch Bernd Schmidt – dazu später aber mehr.
Wettermäßig war es sprichwörtlich der Goldene Oktober: Sonne und 6Crad am Start, böiger Wind - der später zu 4 Windstärken auffrischte.

Die Streckenführung und das Höhenprofil versprachen bekanntermaßen eine schöne Tour und wir wurden nicht enttäuscht. Gruppen- bzw. Windschattenfahren wurde existentiell. Einem Hügel folgte der andere und bei jedem Anstieg war das Hinterrad des Vordermanns das Maß aller Dinge – nur jetzt nicht abreißen lassen! Landschaftlich ging es quer durch die Uckermark, weite, offene Felder, keine Knicks! – Wind pur. Verkehrsmäßig spürte man, das man im “Tiefsten Osten“ unterwegs war – so gut wie kaum Autos, gelegentlich mal eine landwirtschaftliche Maschine, sprich Traktor. Durch einen komplexeren Schlauchwechsel bei einem Mitfahrer gab es bei Kilometer 108 einen etwas längeren Zwangsaufenthalt, ansonsten war es eine recht zügige, unfallfreie und pannenfreie Fahrt. Selbst die Kopfsteinpflasterpassagen und Plattenstrassen wurden rasant gefahren. Die 5 Kontroll-/Verpflegungspunkte waren allesamt top ausgestattet, beim ersten gab es Multipower Produkte, warmen Tee an allen, 2 x sogar eine Warmverpflegung. Aber die beste war die letzte, eine Stimmung wie bei einer/der Zielankunft. Da sich die Gruppe für einen längeren Stopp entschied, ging ich die letzten 25 km solo onroad. Es tat mal gut sein eigenes Tempo fahren zu können, ohne abrupt zu bremsen oder Löcher zuzufahren.

Nach 7Std29min erreichte ich sichtlich zufrieden mit meiner Leistung Prenzlau. Unter der Dusche traf ich dann auch Bernd Schmidt zum 2.Mal an diesem Tage und was der zu erzählen hatte , dazu im folgenden Beitrag mehr.
Mein Fazit: Wer mal einen anderen Radmarathon , von der Strecke, vom Anspruch und von den Leuten her, fahren möchte – dann fahrt doch mal nach Prenzlau.
PS: am Sonntag danach findet paar Kilometer weiter noch ne RTF statt, wer also schon mal in der „Toskana des Nordens“ ist … Viel Spass dabei.
der dirk







