für Britta und Cordula am 20. Und 21. September 2025.
Die Saison startete auf der technisch schweren und physisch (und psychisch) alles fordernden Rennstrecke des Bike Parks. Nebenan drehten Mountainbikefahrer ihre Runden.
Wir beide starteten in verschiedenen Rennen: Britta mit knapp 20 Masterfrauen, ich im Feld der knapp 40 Frauen in der internationalen Elite. Was für das Rennwochenende mit regelmäßigem Tatütata der Rettungswagen nicht selbstverständlich war: Wir beide fuhren am Sonntag körperlich unversehrt nach Hause.
Britta, die erstmalig das Traditionsrennen anging, stand vor großen persönlichen Herausforderungen, da es neben dem normalen rechts und links und um die Kurve auch echte Abhänge und ebensolche Anstiege, eine Treppe und einen ansteigenden Sandhang zu bezwingen gab.

Die Angst vor dem Fahren einiger Passagen mit dem eigenen Anspruch in Einklang zu bringen, entlud sich dann beim Einfahren und vor dem ersten Start auch in einigen Tränen. Im Ergebnis stand ihre persönliche Bestleistung, welche sich in der Ergebnisliste beider Tage nicht in einer Podiumsplatzierung, aber in stolzen und strahlenden Augen gezeigt hat. Britta hat persönliche Grenzen überwunden und sich echten Respekt verdient!!!

Etwas routinierter konnte ich den Kurs in Angriff nehmen, der ein wenig neu gesteckt, aber hinsichtlich der bekannten Schikanen unverändert war. Der technische Teil meines Materials wollte anders als mein Körper, der startklar war: Vorderradplatten beim Einfahren… Ersatzlaufrad rein. Weiter. Den Kurs unter Rennbedingung fahren-passt-Britta auf der ersten Wettkampfrunde sicher den Steilhang herunterfahren sehen-Zeit abzutauchen in die eigene mentale Vorstartphase-Umziehen-Musik ins Ohr-Rolle-…. Der Start aus der letzten Reihe, als 38. aufgerufen, war neu und konnte ja eigentlich auch nur in Überholmanövern enden, bereits in der 2. Runde von 6 lag ich im Mittelfeld.

Das Rennen war super hart, auch begünstigt durch die Temperaturen von 30 Grad und einer HF von 190. Darüber hinaus lief alles rund, schnell, rundum top und endete im internationalen Startfeld der jungen Hüpfer hinter 13 ausländischen und 4 deutschen Fahrerinnen auf Platz 18. Welch toller Auftakt.

Der Sonntag sollte eine Lehrstunde bereithalten: nach perfektem Start lag ich direkt schon im Mittelfeld als nach nicht einmal einer halben Runde der erste (von insgesamt 4 Kettenabwürfen) mich stoppte. Die Zwangsstops wollten nicht mehr enden und nachdem auch das Wechselrad mit Defektpech ausschied, gab es an dem Tag leider nur ein DNF.
Irgendwann war auch die Enttäuschung überwunden, das Rad inspiziert und die Ursache gefunden: Die Kette war einfach in der Zwischenzeit zu lang geworden… Leider auch eine emotionale Erfahrung, die ich sicher hätte verhindern können, die aber hoffentlich zu etwas gut war.

Und so haben wir alle 4 (Britta und Lars, Andreas und ich) uns auf den Weg gemacht, auf den Weg zu unseren Titelkämpfen um die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft, beide im November.
Fotos – Danke an Lars
Eure Cordula

