Gravel-Gellersen 2026 – erstes Rennen der neuen Radsaison

Vor zwei Wochen lagen noch Schnee und Eis und die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Doch pünktlich zum ersten Rennen der Saison stiegen das Quecksilber in positive Zahlenbereiche und das schöne Weiß schmolz schneller, als man gucken konnte. Somit stand meinem ersten Gravel-Rennen am 1. März nichts im Wege. Der Crosser war entsprechend umgerüstet und mit breiten 40mm-Reifen bereit, die Schotterpisten rund um Kirchgellersen unter die Stollen zu nehmen.

Das Drumherum vor Ort war super organisiert: Es gab eine kleine Expo in einer Sporthalle mit Kuchenbuffet und Ständen und sogar einen ordentlich gefüllten Startbeutel, das gibt es ja leider auch nicht mehr überall. Hervorzuheben ist auch der „Depot-Service“, wo jeder Fahrer einen Beutel mit Wertgegenständen oder Klamotten trocken und sicher in der Sporthalle abgeben konnte. Leider habe ich es etwas unterschätzt, mich anständig warm zu fahren, aber dazu später mehr. 10 Minuten vor dem Start positionierte ich mich im ersten von drei Startblöcken (ambitionierte Fahrer, Frauen, gemütliche Fahrer) und pünktlich um 9 Uhr fiel der Startschuss. Nun rächte sich das vernachlässigte Warmfahren, denn es wurde gleich richtig, richtig schnell losgefahren. Die erste Gruppe musste ich leider direkt und die zweite auf den ersten Kilometern ziehen lassen. Aber in der dritten Gruppe ging es dann erst einmal weiter. Die Strecke selbst war nicht allzu anspruchsvoll, nur eine sandige Abfahrt bereitete wohl einigen Teilnehmenden Probleme. Leider ließen gegen Ende der ersten von zwei Runden zwei Fahrer vor mir eine größere Lücke entstehen, die ich danach auch nicht mehr zufahren konnte. So fiel ich weiter zurück und musste auf die nächste Gruppe warten. Dort reihte ich mich gleich wieder vorne ein und es ging weiter zügig Richtung Rundendurchfahrt. Die Gruppe hielt auch in der zweiten Runde gut zusammen und wir wären wohl alle gemeinsam ins Ziel gekommen, wenn mich nicht ein Ast in der Schaltung zum kurzen Absteigen gezwungen hätte. Somit musste ich mich die letzten Kilometer alleine ins Ziel kämpfen, am Ende stand aber über die 60km trotzdem fast ein 30er Schnitt auf dem Tacho.

Nach der Zieldurchfahrt gab es dann bei Sonnenschein, lauschigen Temperaturen und netten Gesprächen mit alten Bekannten aus der Cross-Saison das ein oder andere Stück Kuchen und Kaltgetränk, während man den ganz schnellen Fahrerinnen und Fahrern bei der Siegerehrung zuschauen konnte. Wenn die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder mit solchen Vorzügen glänzt, werde ich dort wohl auch wieder am Start stehen.

Nils

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Joerg
1 Monat vor

Das hört sich doch spannend an. 💯