Radmarathon Sauerland

IMG_0054 Im diesjährigen BDR >Radmarathon-Cup Deutschland< war erstmalig der „Sauerland eXtreme“ vertreten. Zum 5. Mal fand dieser besondere Radmarathon statt & hatte alles was ein Ausdauersportler an seinem Hobby liebt:   Herausforderung~Fazination~Leidenschaft.

4 RSC Kattenberger standen in Dortmund in den Startblocks und erlebten so machen Höhepunkt bei dieser Tour. Und einige erfuhren ihre Grenzen.

 

 

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Event-Trikot (39€)

 

SAUHART SAUGUT SAUSTARK – mußten am 8.August Heiner, Egon, der dirk und Christian Herms bei der Bewältigung dieser Tour sein. Immerhin war diese mit 254 Kilometer der längste und mit gut 4000 Höhenmeter einer der anspruchsvollsten Marathons in der bundesweiten Cup-Serie. Außerdem, als einer der letzten Veranstaltungen in diesem Jahr, wurde er für die 3 ersten Kattenberger zum „Pflichttermin“. Christian fuhr außerhalb der Wertung, aber dafür motiviert seinen ersten „Bergmarathon“. Jörg Bublitz hat kurzfristig, auf Hinblick auf PBP am 16.08., seinen geplanten Start abgesagt und der dirk übernahm spontan seinen Platz.

 

 

Im Ursprungsland von Scan&Bike
Im Ursprungsland von Scan&Bike
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Morgens um kurz nach 5Uhr

 

6:30Uhr war Startzeit. Vorher noch die Startunterlagen abholen. Am besten bevor die anderen kommen. Dieses Event war ausgebucht!-trotz einer Teilnahmegebühr von bis zu 45,00 €! waren 1000 Hobbysportler gemeldet. Keine Nachmeldungen vor Ort mehr möglich!

 

 

 

 

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Trotz früher Stunde, wenig Schlaf und regennasser Fahrbahn
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die Stimmung bei den Teilnehmern war locker. Auch wegen der guten Wetterprognose.

20150808_062013 In der Nacht gab es ein heftiges Sommergewitter. So waren die Strassen nass, die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch und es war diesig – keine optimalen Bedingungen, weder für Rekordzeiten auf dem Rad noch für schöne Fotos (leider) von der Gegend, so die Meinung vom dirk. Heiner startete mit seinem getunten 29´er genau wie der dirk im vordersten Startblock.

Christiane Marksfeld aus der CIDERELLA-Gruppe, und die Frau von Egon, fuhr erstmalig mit dem Rennrad eine RTF. Die angedachte 74 km Runde wurde es am Ende zwar nicht, die 350 hm der 54`er haben gereicht, aber auch hier stand des Erleben vor dem Aufgeben.

 

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der Möhnesee

Ab Dortmund-Aplerbeck ging es an der bekannten Möhnetalsperre vorbei mitten ins Herz vom Sauerland. Vorher wurde noch die Ruhr überquert. Die Landschaft und die Aussicht blieben allerdings zum größten Teil hinter Dunstwolken verborgen. Die Abfahrten wollten mit Vorsicht genossen werden. In einer der ersten Kurven (KM 9) fuhren dann auch gleich einige Radsportler in bester Tour-Manier von Lance übers Feld (allerdings nicht so elegant). Puls und Adrenalienspiegel stiegen, genau wie die Höhenmeteranzeige auf dem Tacho.

Der Streckenplan wies 7 Verpflegungs-/Kontrollstellen bei dieser Strecke aus. Bei KM 120 (Halbzeit) gab es im bekannten Sportort Winterberg die Warmverpflegung. Die Hochsauerland-Höhenstraße führte uns danach hinauf auf den  „Kahler Asten“, mit 841,9 m nur der dritthöchste Berg der Region, dafür aber der bekannteste im Rothaargebirge. Auf manchem Höhenzug wehte nicht nur ein kräftiger Wind, sondern es wurde auch merklich kühler. Warum war nochmal die Windweste im Auto geblieben? – ach ja, Sommer.

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hoch, höher, 4000hm        >Sauerland eXtreme<

Einige Anstiege waren mit 12% ausgeschildert, andere führten direkt in den blauen Himmel – so schien es. Doppelte Schrittgeschwindigkeit zeigte so manches mal der Radcomputer an und man kam in die (gedankliche) Versuchung dies auch schiebend zu Fuß erreichen zu können, oder zu wollen? Für Egon war dann auch bei der 2. Kontrolle in Echthausen echt Schluß für heute. Timeout! Die restliche Streckenlänge + Höhenmeter waren ab hier für ihn nicht mehr zeitmäßig zu schaffen. Heiner mühte sich etwas mit seinem Nichtrennrad, der dirk schonte sich bewußt für PBP und Christian „genoß“ seinen ersten 4000`er, mit allem drum&dran. Und auch Christiane war mit ihrer heutigen Fahrleistung mehr als zufrieden.

Im Ziel war alles nur noch halb so schlimm gewesen.
Im Ziel war alles nur noch halb so schlimm gewesen.

Im Ziel gab es als exklusive Sonderauszeichnung ein EventT-shirt (zum posen), eine entsprechende Finisher-Urkunde, natürlich 6 BDR Punkte für die Wertungskarte und den vorletzten Eintrag für den RMCD. Den letzten Stempel holen sich Heiner, der dirk und dann auch Egon Ende August bei der Herrenhäusertour „Radz Fatz  durch den Mühlenkreis“.

Bleibt zum Schluß die Frage: War das erlebte, die Strecke, die Verpflegung, und der ganze Aufwand im max.Fall 45€ wert?  Bzw. ist das noch Breitensport oder zu eXtreme SAUteuer?

mit sportlichen Grüssen

    der dirk

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Rolf Neus
6 Jahre zuvor

Ob 30 € für diese Veranstaltung objektiv angemessen sind, habe ich nicht nachgerechnet. Mir sind sie das auf jeden Fall wert. Der „langweilige“ Anfang ist zum Einrollen ganz angenehm. Was die Organisation eines solchen Events bedeutet, weiß ich aus eigener Erfahrung. Also Norbert, weiter so.

6 Jahre zuvor

Schade, dass Euch die Streckenführung nicht gefallen hat und dass Ihr der Meinung seit, dass 30,- für die Frühanmelder zu teuer sind. Die von Dir/Euch monierten 45,- wurden erst bei den letzten beiden Anmeldewochen fällig. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns bei der Streckenplanung und der Kalkulation mal etwas unter die Arme greifen könntet. Ich muss leider gestehen, das wir es nicht besser können. Weder bei der Streckenplanung und erst Recht nicht bei der Kalkulation. Wenn Ihr aber der Meinung seid, dass wir beim Service und so sparen sollten, reicht doch bitte eine Streichliste ein. Wir befürchten aber, dass… Weiterlesen »

R.Schoenlau
6 Jahre zuvor
Reply to  Norbert Adam

Wer es als zu teuer oder öde empfindet, der möge halt woanders fahren. Ich weiss, was ich an der Veranstaltung habe. Wir kommen auch nächstes Jahr wieder, weiter so Norbert.

Heiner Korschewski
6 Jahre zuvor

Wieder ein gelungener Bericht, Dirk. Die Startgebühr empfand ich auch überzogen. Verpflegung war mittelprächtig und die Streckenführung auf den ersten 120 km einfallslos öde. Die Marathonstrecke vom Radclub Lüdenscheid ist wesentlich schöner und absolut empfehlenswert. Leider findet dieser Marathon immer Pfingsten statt, parallel zur Bimbach Veranstaltung.

Jörg Bublitz
6 Jahre zuvor

Ihr seid, ja alle Pfundskerle und ein Pfundsweib ! Stimmt, wegen PBP war ich vorsichtig und gab meinen Startplatz an dendirk.

Bei einigen BDR-Veranstaltungen explodieren die Preise. Das gefällt mir nicht. Breitensport muß und soll für alle bezahlbar sein, sonst verdient dieser Sport seine Bezeichnung nicht.
Es geht doch auch anders: St.Pauli-Marathon am 06.09. 10,- Euro, Rostocker-Marathon am 13.09. 15,- Euro, unser Holsteiner Wellenritt am 02.08. 12,- Euro !!!
Kann mir jemand den Unterschied zum Sauerland Xtreme oder zu Bimbach erklären ??

Jörg